Die Familie Meiering (Meyering).
Die Familie Meyering ist schon 1687 nachweisbar. Die alten Vredener Kirchenbücher
befinden sich alle im Archiv des Bistums Münster. Die Taufbücher
registrieren ab 1764, die Heiratsbücher ab 1687 und die Sterbebücher
ab 1777.
Weitere Quellen für meine Ahnenforschung sind die Beiträge des
Heimatvereins
Vreden zur Landes - und Volkskunde.
In den Kirchenbüchern findet man alle möglichen Schreibweisen unseres
Familiennamens, in früherer Zeit Meyering oder Meyring, aber auch später
Meiering oder Meiring. Dafür gibt es eine einfache Erklärung, geschriebene
Familiennamen gab es nur in den Kirchenbüchern und die schrieb der Pastor
nach dem Gehörten nieder. Man sprach nur Platt zu der Zeit, und Platt
war keine Schriftsprache. Außerdem waren unsere Ahnen nicht so schreibkundig
wie wir heute.
In dem Buch „Die Register der Willkommschatzung von 1498 und1499 im
Fürstbistum Münster“ findet man auch die Steuerregister von
Stadt und Kirchspiel Vreden sowie die der umliegenden Ortschaften. Der Name
Meyering kommt zu dieser Zeit in Vreden noch nicht vor. Allein in Gescher
findet sich unser Name in verschiedenen Varianten wie: Anthonius Meyrinck,
Margaretha Meygerinck, minor Meygerinck, Lucke Meyerinck und Meyerinck ohne
Vornamen.
Daß Meyering eine alte Vredener Familie ist, beurkunden die Eintragungen
in den Heiratsregistern. Im 1. Kirchenbuch finden wir von 1687 - 1696 fünf
Paare, bei denen der Name Meyering vertreten ist. Hier gibt es zwei
männliche Vertreter, Henrich und Joan, die unsere Ur- Ahnen sein könnten.
In der nächsten Generation 1718- 1738 gibt es nur Theo Meyering als
männlichen Vertreter. Er ist eventuell unser Ur - Ahne in der VIII Ahnenreihe.
Ein möglicher Ahne in dieser Generation ist auch der, in einer Steuerliste
genannte Rudolph Meyering.
Im Band 31 der Beiträge des Heimatvereins Vreden findet man auf Seite
82 die Besteuerung unseres Ur-Ur-Großvaters Joan Meyering. Er bewohnte
mit der Familie Vöcking gemeinsam das Haus Nr. 195, ein Gadem. Ein Gadem
ist nach Meyers Lexikon ein sehr einfaches Haus mit nur einem Raum oder Stockwerk.
In diesem Haus wird wohl jede Familie einen Raum bewohnt haben. In diesem Raum
stand auch noch das Arbeitsgerät, der Webstuhl und es lebten darin auch
noch 8 Kinder. Außerdem
wohnte noch in einer Kammer der Tagelöhner Bröcking.
Vöcking und Meyering zahlten für 2 Feuerstätten 7 Schillinge
und für 2 Kühe 14 Schillinge Steuern. Der Kammerbewohner Bröcking
zahlte nur 1 Schilling und 2 Pfennig Feuerstättensteuer.
Während die frühen Meyerings sich alle mit -eye- schrieben, wurde
mein Großvater im Taufregister mit -eie- eingetragen. Als Heinrich nun
im Jahre 1885 seine Helena heiraten wollte, musste er zum Standesamt.
Seit 1874 musste in Deutschland vor der kirchlichen die standesamtliche
Trauung stattfinden. Zu dem Zweck besorgte er sich beim Pastor seine Taufurkunde,
in der der Name mit -eie- also Meiering stand, und so wurde der Name amtlich.
Alle seine Kinder, es war die Generation meines Vaters, wurden mit -eie- ins
Taufregister eingetragen. Während mein Vater diese Schreibweise beibehielt,
haben Bernhard, Franz und Johann den alten Namen beibehalten und nannten sich
auch weiterhin Meyering.
Bernhard Meyering beantragte am 18. 11. 1959 die amtliche Richtigstellung
seines Namens beim Standesamt in Vreden.
Franz und Johann führten ihren Namen - Meyering , ohne Probleme mit den
Standesämtern zu bekommen, obwohl der Taufname Meiering ist.
Die meisten unserer Ur-Ahnen haben den Beruf des Handwebers ausgeübt.
Mein Großvater Heinrich arbeitete bis 1890 als Weber. Dies beweisen
die Eintragungen bei den Taufen seiner Kinder. Bei der Taufe seiner Tochter
Catharina, 1892, gab er als Beruf Fabrikarbeiter an.
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